Nokia startet Handy-Bezahldienst

Der finnische Handy-Konzern Nokia steigt in das Marktsegment Mobile Payment ein. Das kündigte ein Sprecher des Unternehmens jetzt an. „Nokia Money“ soll der neue Bezahldienst heißen. Der Service richtet sich laut Nokia in erster Linie an Kunden aus Schwellenländern, die kein eigenes Bankkonto besitzen.

Mit Nokia Money soll mobiles Bezahlen so einfach werden wie das Verschicken von SMS, werben die Finnen im Vorfeld. Der Bezahl-Service soll dabei unabhängig von den verwendeten Mobilfunknetzen und Endgeräten funktionieren. „Weltweit verfügen über vier Milliarden Nutzer über ein Mobiltelefon, aber nur 1,6 Milliarden über ein Bankkonto“, kommentierte Mary McDowell, Leiterin der Entwicklungsabteilung bei Nokia, die Pläne für Nokia Money.

 

Kooperation mit Obopay

Anfang September wird der neue Dienst auf der Nokia World in Stuttgart offiziell präsentiert, ab 2010 folgt dann die stufenweise Einführung des Handy-Bezahldienstes auf ausgewählten Märkten. Nokia Money basiert auf der Plattform „Obopay“. Das US-amerikanische Unternehmen kooperiert unter anderem mit MasterCard, der Citi Group, Verizon Wireless sowie AT&T. Nokia Money werde aber auch mit anderen Dienste-Anbietern zusammenarbeiten, sagte ein Unternehmenssprecher. Nokia hatte im März eine bislang unbekannte Summe in die Bezahl-Plattform Obopay investiert.

 

Globales Netz von „Money Agents“

Über den neuen Dienst werden Verbraucher unter Angabe einer Mobilfunknummer Geld an andere Nutzer überweisen können. Auch das Aufladen von Prepaid-Karten wird möglich sein sowie das Bezahlen von Produkten und Dienstleistungen. Nokia will zudem ein globales Netz von so genannten „Money Agents“ aufbauen: Diese sollen als Anlaufstelle für Nutzer fungieren, um Bargeld einzuzahlen oder abzuheben. Man plane einen 24-Stunden-Service, heißt es bei Nokia weiter. So könne man vielen Bewohnern in Entwicklungsländern erstmals einen direkten Zugang zu Finanzdienstleistungen ermöglichen.

Autor: FN

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