Studie: rasantes Wachstum für LTE erwartet

Wofür der Mobilfunk-Standard UMTS sechs Jahre brauchte, soll sein Nachfolger LTE in nur vier Jahren schaffen: 2010 soll die schnelle Breitband-Technologie „Long Term Evolution“ (LTE) auf den Markt kommen, schon 2014 könnte die Marke von 100 Millionen Nutzern weltweit geknackt werden. 

Beim US-amerikanischen Marktforschungsunternehmen Pyramid Research glaubt man an die Potenz des neuen Mobilfunk-Standards. Die hohen Erwartungen basieren auf den Ergebnissen einer aktuellen Studie über LTE: Der UMTS-Nachfolger werde sich schneller durchsetzen, weil er kosteneffektiver im Ausbau sei und weil die Telekommunikationsbranche weltweit vereint hinter dem neuen Standard stehe, heißt es in dem Papier. Das war bei der 3G-Technologie nicht der Fall.

 

Über 100 Millionen Nutzer in nur 4 Jahren

„Bis heute haben weltweit 27 Mobilfunkbetreiber öffentlich erklärt, auf den Einsatz von LTE zu setzen, zwölf davon erwarten den Roll-out erster kommerzieller Dienstleistungen im Jahr 2010 und den Rest 2011 und 2012“, erklärt der Autor der Pyramid-Studie Daniel Locke. Long Term Evolution winkt mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde im Downlink und bis zu 75 Megabit im Uplink. Damit würde die Funktechnologie auf einer Stufe stehen mit DSL 16.000. Trotzdem müssen die Netzbetreiber keine Milliardeninvestitionen fürchten wie beim UMTS-Standard, der Netzaufbau ist ungleich günstiger.

 

China hat die Nase vorn

„Die Zahl der LTE-Nutzerverträge wird mit einer Wachstumsrate von 404 Prozent von 2010 bis 2014 auf 136 Millionen Nutzer ansteigen“, prognostiziert Locke. Dabei sollen die meisten Anwender in der Frühphase aus den USA und Japan kommen. In den Schwellenländern werde LTE um 30 Prozent schneller wachsen als in den Industrienationen, heißt es in der Pyramid-Studie weiter. Es sei sogar zu erwarten, dass 43 Prozent der LTE-Nutzer bis zum Jahr 2014 aus Entwicklungsländern kommen werden, allen voran China.

 

Dort unterstützen die Mobilfunkanbieter das effiziente und flexible und Time Division Duplex (TDD)-Verfahren. So präsentierte der chinesische Netzwerkausrüster Huawei Technologies auf dem „Next Generation Mobile Network (NGMN)“-Kongress am 12. Mai in Peking die Übertragungstechnologie End-to-End TD-TLE/ SAE (Time Division Duplex-LTE/ System Architecture Evolution). Bei der Demonstration zeigte Huawei den Transfer von Sprachdaten zwischen verschiedenen Technologien. Unter den Teilnehmern des Branchentreffs waren diverse Netzbetreiber wie AT&T, China Mobile, NTT DoCoMo, TeliaSonera und Vodafone. „Aufgrund der Kapazitäten im TDD-Spektrum stößt die Anwendung von TD-LTE derzeit bei Netzbetreibern weltweit auf großes Interesse“, sagte Wan Biao, Chef der Wireless-Abteilung bei Huawei stolz.

Autor: FN

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