LTE-Smartphones mit kurzer Akku-Laufzeit

Besitzer von LTE-Smartphones beschweren sich über die kurzen Akku-Laufzeiten. Nach einem halben Tag ist der Akku oft leer und muss schon wieder aufgeladen werden. Dumm, wenn dann kein Stromanschluss vorhanden ist, weil man gerade unterwegs ist. 

Grund für die kurzen Akku-Laufzeiten sind der parallele Betrieb von LTE und GSM/UMTS sowie schlecht programmierte Apps, die viel Akku-Kapazität verschwenden.

 

Paralleler Netz-Betrieb belastet den Akku

LTE-Smartphones sind gleichzeitig im LTE-Netz sowie im GSM- oder UMTS-Netz eingebucht.. Denn LTE dient nur der paketvermittelten Datennutzung. Telefonie müsste per Voice over IP erfolgen. Dafür fehlen bei LTE bisher aber noch einheitliche Standards. Um mit dem Smartphone daher telefonieren und Gespräche annehmen zu können, bucht sich das Smartphone je nach Verfügbarkeit auch ins GSM-Netz oder ins UMTS-Netz ein.

 

Durch den LTE-Betrieb wird grundsätzlich schon einmal mehr Akku-Leistung verbraucht. Wenn dann noch GSM oder UMTS dazu kommen, ist der Akku noch schneller leer. Das Problem ist den Herstellern bekannt. Eine Lösung ist jedoch so schnell nicht in Sicht. Ein einheitlicher Standard für das Telefonieren per LTE wird frühestens Ende 2013 erwartet, wahrscheinlicher ist es aber erst 2015 soweit. Die Hersteller von Smartphones und Netzwerkkomponenten müssen dazu an einem Strang ziehen. Solange werden LTE-Smartphones weiter parallel arbeiten müssen.

 

Gratis-Apps verbrauchen mehr Strom

Ein weiterer unschöner Nebeneffekt tritt durch den parallelen Betrieb in zwei verschiedenen Netzen zusätzlich auf. Sobald ein Anruf auf dem LTE-Smartphone eingeht, bricht der LTE-Betrieb ab und laufenden Downloads werden unterbrochen, damit der Anruf entgegen genommen werden kann.

 

Der Akku kann zusätzlich durch die Verwendung schlecht programmierter Apps belastet werden. Vor allem Gratis-Anwendungen, in denen Werbung eingeblendet wird, verbrauchen viel Strom und sorgen dafür, dass der Akku sich schneller entlädt.

 

Autor: MB

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