Smartphone-Kauf: Geld sparen mit Vorgängermodellen

Wer beim Smartphone immer vorne dabei sein möchte und stets auf dem neuesten Stand der Technik, muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Bis zu 700 Euro kosten die Spitzengeräte. Wem das zu viel ist, wer aber trotzdem nicht auf den (fast) neuesten Stand der Technik verzichten möchte, sollte sich alternativ mit den Vorgängermodellen der Spitzengeräte beschäftigen. Hoher technischer Standard auf dem zweit neuesten Stand bieten ein Sparpotential für den Kunden.

Samsung Galaxy S6, Galaxy S6 Edge

Marktführer Samsung bietet seine teuersten Geräte Samsung Galaxy S7 bzw. Galaxy S7 Edge für etwa 530 bzw. knapp 600 Euro an. Die Vorgängermodell Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge kosten etwa 400 bzw. 425 Euro (angegebene Preis laut Verkaufsportal idealo.de).

 

Was hat sich nun bei der neuen Generation gegenüber der alten geändert? Die S7-Modelle arbeiten mit einem neueren Betriebssystem, der Version 6.0, genannt Marshmallow, während die S6-Modell mit 5.0 Lollipop laufen. Auch der Prozessor-Typ ist neu, es ist ein Exynos 8890, der eine etwas höhere Taktrate erlaubt (2,6 GHz gegenüber 2,1 GHz beim Prozessor Exynos 7420). Der Arbeitsspeicher ist von 3 GB auf 4 GB aufgestockt worden. Das Galaxy S7 Edge verfügt über einen etwas größeren 5,5 Zoll Bildschirm gegenüber seinem Vorgänger (5,1 Zoll) und ist dadurch auch etwas größer und schwerer als die anderen Geräte (150,9 x 72,6 x 7,7 mm, 157 g). Der Zuwachs von 25 g gegenüber dem Vorgängermodell Galaxy S6 Edge dürfte allerdings kaum ins Gewicht fallen. Der entscheidende Unterschied zwischen alter und neuer Generation ist der Slot für eine microSD-Card, welcher den älteren Modellen fehlt.

 

Die Auflösung der Hauptkamera ist hingegen bei den älteren Modellen mit 16 Megapixeln gegenüber 12 Megapixeln sogar besser, die Frontkamera lösen bei allen Modellen mit 5 Megapixeln auf. Alle vier Geräte bedienen die gängigen Mobilfunkstandards. Beim LTE-Empfang sind die neueren Geräte theoretisch etwas schneller, sie erlauben einen Downstream von 450 Mbit/s (gegenüber 300 Mbit/s), diese Geschwindigkeit wird in Deutschland jedoch so gut wie nie erreicht. Die Möglichkeit der Benutzung einer zweiten SIM-Karte bietet keines der Geräte. Der Akku der neuen Genration hat sich gegenüber den Vorgängermodellen um ca. 20% (S6, S7) bzw. knapp 40% (S6 Edge gegenüber S7 Edge) verbessert. Diese Verbesserungen bezahlt der Kunde mit einem um etwa einen Drittel höheren Preis.

 

HTC One (M9) vs. HTC 10

Das neueste Spitzenmodell von HTC, der HTC 10, unterscheidet sich deutlich stärker von seinem Vorgängermodell als die Vergleichsmodell von Samsung. Der HTC 10 kostet etwa genauso viel wie der Samsung S7 Edge (knapp 600 Euro), während das Vorgängermodell, der HTC One (M9) rund 200 Euro weniger kostet als sein Nachfolger. Dieser Preisunterschied drückt sich in etlichen Verbesserungen aus.

 

Wie Samsung wechselt auch HTC das Betriebssystm von 5.0 (Lollipop) auf 6.0 (Marshmallow). Es lässt sich beim älteren Modell jedoch auf 6.0 uploaden. Ein neuer Prozessor (Snapdragon 820 gegenüber Snapdrgon 810) ermöglicht einen etwas höheren Takt (2,2 GHz gegenüber 2 GHz). Der Arbeitsspeicher wächst von 3 GB auf 4 GB, doch die 3 GB des HTC One (M9) sind durchaus ausreichend. Der Bildschirm des HTC 10 ist etwas größer (5,2 Zoll gegenüber 5 Zoll) und die Auflösung besser und erreicht beim HTC 10 nun die Auflösung der Samsung-Geräte (1.440 x 2.560 Pixel). Der HTC 10 ist etwas größer und schwerer als sein Vorgänger, dafür jedoch auch dünner (9 mm gegenüber 9,6 mm).

 

Bei der Hauptkamera ist der HTC One (M9) etwas besser mit 20 Megapixel gegenüber 12 Megapixel des Nachfolgemodells. Das neuere Modell verfügt allerdings über eine lichtempfindlichere Blende. Die Frontkamera des HTC 10 bietet nun den allgemeinen Standard von 5 Megapixel für die Selfies gegenüber 4 Megapixeln des älteren Modells.

 

Beide Geräte unterstützen die gängigen Mobilfunkstandards und die superschnelle LTE-Verbindung. Dort erreichen beide Spitzenwerte von 450 Mbit/s im Downstream und 50 Mbit/s im Upstream. Etwas verbessert hat sich der Akku, beide Geräte erlauben keine zweite SIM-Karte. Der HTC 10 lädt über USB-C 3.1 Anschluss statt über einen Micro-USB-B (Client) 2.0 beim älteren Modell.

 

LG G4 vs. LG G5

Das aktuelle Spitzengerät von LG, der LG 5 kostet knapp 400 Euro, das Vorgängermodell knapp 100 Euro weniger. Auf den ersten Blick scheint der Preisunterschied nicht so hoch wie bei anderen Geräten. Der LG G5 ist jedoch ein Modul-Smartphone, das sich durch Module erweitern lässt. Der Steckplatz befindet sich am unteren Ende des Geräts. Dadurch kommen eventuell weitere Kosten für Geräte auf den Käufer zu.

 

Viele technische Daten beider Geräte sind identisch. Das neuere Gerät von LG wird zwar mit dem Betriebssystem 6.0 (Marshmallow) betrieben, doch der G4 erlaubt das Upgloaden des Betriebssystem von 5.0 (Lollipop) auf Marshmallow. Der G4 enthält den Snapdragon 808 als Prozessor (gegenüber dem Snapdragon 820 beim G5), der Taktraten von 1,8 GHz ermöglicht (gegenüber 2,15 GHz). Die Arbeitsspeicherkapazität ist von 3 GB auf 4 GB beim Nachfolgegerät gewachsen. Dafür ist der Bildschirm von 5,5 Zoll auf 5,3 Zoll geschrumpft. Dadurch ist der G4 etwas breiter (76,2 mm gegenüber 73,9 mm), aber um eine Winzigkeit kürzer und leichter. Das neue Modell ist deutlich dünner (8,6 mm) als sein Vorgänger (9,8 mm).

 

Die Kameraauflösung beider Modelle ist identisch (16 Megapixel Hauptkamera, 8 Megapixel Frontkamera) und erreicht Spitzenwerte für die Bildschärfe von Selfies. Beide Geräte unterstützen alle gängigen Mobilfunkstandards sowie eine LTE-Verbindung. Theoretisch ist der G5 wesentlich schneller als sein Vorgänger 600 MBit/s im Downstream und 150 MBit/s im Upstream, doch in der Praxis werden in Deutschland nicht mehr als 300 MBit/s bzw. 50 MBit/s erreicht. Das sind genau die Werte des G4.

 

Das ältere Gerät verfügt über einen etwas leistungsstärkeren Akku, der über einen Micro-USB-B (Client) 2.0 geladen wird, während der G5 über einen USB-C 2.0 verfügt. Beide Geräte erlauben keine zweite SIM-Karte.

 

Sony Xperia Z5 vs. Sony Xperia X Performance

Beim Vergleich des neuen Spitzengeräts von Sony mit seinem Vorgänger fällt besonders der enorme Preisunterschied auf. Für den Sony Xperia X Performance muss man rund 700 Euro berappen, während sein Vorgänger knapp die Hälfte kostet. Dieser Preisunterschied lässt sich eigentlich nur schwer rechtfertigen, denn viele technische Eigenschaften beider Geräte sind gleich geblieben. Einen wesentlichen Unterschied gibt es bei der Auflösung der Frontkamera, die vom allgemeinen Standard von 5 Megapixel auf satte 13 Megapixel angewachsen ist. Damit lassen sich superscharfe Selfies schießen.

 

Ansonsten ist die Arbeitsspeichergröße gleich (3 GB), die Taktrate hat sich dank des neuen Prozessors Snapdragon 820 auf 2,2 GHz gegenüber 2,0 GHZ des Snapdragon 810 leicht erhöht. Der Sony Xperia Z5 lässt sich beim Betriebssystem auf 6.0 (Marshmallow) upgloaden und erreicht damit denselben Standard wie sein Nachfolgemodell. Die Display-Auflösung ist gleich geblieben (1.080 x 1.920 Pixel), die Display-Größe ist von 5,2 Zoll auf 5,9 Zoll beim Nachfolgemodell geschrumpft. Dadurch ist das neueste Spitzenmodell etwas kleiner geworden, wiegt trotzdem etwas mehr (164,4 g gegenüber 156,5 g).

 

Alle gängigen Mobilfunkstandards werden unterstützt, auch die superschnelle LTE-Verbindung. Theoretisch erlaubt sie dem neueren Modell eine höhere Geschwindigkeit beim Downstream (450 MBit/s gegenüber 300 MBit/s), doch dieser Wert wird in Deutschland nicht erreicht. Das ältere Gerät Sony Xperia Z5 verfügt sogar über den etwas leistungsstärkeren Akku (2.900 mAh gegenüber 2.700 mAh), beide Geräte bieten keinen zweiten SIM-Kartensteckplatz. Insgesamt rechtfertigen die technischen Neuerung des Sony Xperia X Performance nicht wirklich den enormen Preisunterschied.

 

OnePlus 2 vs. OnePlus 3

Die Geräte werden über die web-Seite des Herstellers vertrieben, des neuere Gerät kostet 479 Euro, das ältere 399 Euro. Beide Geräte zeichnen sich gegenüber der Konkurrenz durch einen verhältnismäßig großen Arbeitsspeicher (4 GB bzw. 6 GB) und Bildschirm (5,5 Zoll) gegenüber der Konkurrenz aus. Die Bildschirmauflösung entspricht dem Standard der Spitzengeräte (1.080 x 1.920 Pixel). Die Aufrüstung auf einen neueren Prozessor von Snapdragon 810 zu Snapdragon 820) erhöht die Geschwindigkeit von 1,8 GHz auf 2,2 GHz. Das neuere Gerät ist um eine Winzigkeit höher und schmaler, aber deutlich dünner (7,4 mm gegenüber 9,9). Dadurch ist es um 17 g leichter.

 

Verbessert hat sich die Kameraauflösung. Löst der OnePlus 2 nur mit 13 Megapixeln bei der Hauptkamer und 5 Megapixeln bei der Frontkamera aus, liegen diese Werte beim Nachfolgemodell deutlich höher (16 Megapixel bzw. 8 Megapixel).

 

Unterstützt werden die gängigen Mobilfunkstandards und eine LTE-Verbindung. Dabei ist das ältere Modell beim Downstream mit 450 MBit/s theoretisch schneller als sein Nachfolger, das über die in Deutschland maximal erreichbaren 300 MBit/s verfügt. Beide Geräte verfügen über vergleichsweise starke Akkus, der OnePlus 2 sogar über den stärkeren (3.300 mAh gegenüber 3.000 mAh). Erfreulich, beide Geräte bieten einen Steckplatz für eine zweite SIM-Karte an. Sie zeichnen sich auch durch eine enorme Gesamtspeicherkapazität von jeweils 64 GB aus.

 

Motorola Moto G (3. Generation) vs. Lenovo Moto G (4. Generation)

Seit der Übernahme von Motorola durch Lenovo laufen die Geräte unter einem neuen Herstellernamen. Trotzdem sind beide Generationen vergleichbar. Von beiden Modellen gibt es mehrere Varianten, an dieser Stelle werden diejenigen mit den meisten übereinstimmenden technischen Features verglichen.

 

Im Bereich der Spitzen-Smartphones sind beide Geräte relativ günstig. Der Moto G4 kostet etwa 225 Euro, sein Vorgänger ist um 50 Euro günstiger. Das schlägt sich dann auch in einigen technischen Daten nieder. Die Moto-Geräte nutzen einen billigeren Prozessor, der allerdings auch über geringere Taktraten verfügt (Snapdragon 410 mit 1,4 GHz bzw. Snapdragon 617 mit 1,5 GHz). Die Arbeitsspeicher sind mit jeweils 2 GB kleiner als diejenigen der kostspieligeren Konkurrenz und die Display-Auflösung beim Moto G3 deutlich niedriger ( 720 x 1.280 Pixel). Da hat das Nachfolgemodell Moto G4 nachgebessert und erreicht mit 1.080 x 1.920 Pixel die Werte der Konkurrenz.

 

In der Kameraauflösung sind beide Modelle gleich (13 Megapixel Hauptkamera bzw. 5 Megapixel Frontkamera) und erreichen den unteren Standard der Spitzenmodelle der Konkurrenz.Unterstützt werden alle gängigen Mobilfunkstandards, bei der LTE-Verbindung werden jeweils nur 150 MBit/s im Downstream erreicht, das ist die Hälfte der in Deutschland erreichbaren Geschwindigkeit und nur ein Viertel der derzeitigen technischen Möglichkeiten. Lenovo hat die Akkustärke deutlich angehoben, der Moto G4 erreicht nun einen sehr guten Wert von 3.000 mAh gegenüber soliden 2.470 mAh seines Vorgängers. Beide Geräte bieten keinen zweiten SIM-Steckplatz. Sie bieten insgesamt ein recht gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

Huawei P8 vs. Huawei P9

Der chinesische Hersteller hat einige technische Features bei seinem neuesten Spitzenmodell dem Spitzenstandard der Konkurrenz angepasst. Dafür ist das Huawei P9 mit einem Preis von etwa 450 Euro gegenüber 270 Euro des Vorgängermodells deutlich teurer. Gerechtfertigt wird dieser Preisanstieg durch die Verwendung einer Dual Kamera mit Leica-Objektiv beim neueren Modell. Bei der LTE-Verbindung erreicht der Huawei P9 im Downstream nun die in Deutschland maximal erreichbaren 300 MBit/s, das Vorgängermodell erreichte hierbei nur die halbe Geschwindigkeit. Beim Upstream erreichen beide Geräte mit 50 MBit/s den allgeimeinen Standard-Spitzenwert.

 

Der Huawei P8 kann auf das Betriebssystem 6.0 Marshmallow upgeloadet werden, so dass es dort seinen Nachfolger erreicht. Der P9 verwendet einen neueren Chip den HiSiliconKirin 955 und steigert so die Taktrate seines Vorgängermodells von guten 2 GHz auf 2,5 GHz. Die Arbeitsspeicher beider Geräte ist mit 3 GB ausreichend, die Auflösung des 5,2 Zoll Bildschirms erreicht bei beiden Geräten mit 1.080 x 1.920 Pixel den Standard der Konkurrenzmodelle. Das neuere Gerät ist ein klein wenig dicker geworden, ansonsten unterscheiden sich die Maße nur minimal und beide wiegen 144 g.

 

Die Hauptkamera verfügt mit 13 Megapixeln beim P8 und 12 Megapixeln beim P9 über eine gute Auflösung, sehr gut sind die Werte mit jeweils 8 Megapixel bei der Frontkamera. Verbessert hat sich die Akkustärke von 2.680 mAh auf gute 3.000 mAh beim Nachfolgemodell. Während bei der Internet-Verbindung alle Geräte WLAN-Standard 802.11 a/b/g/n/ac unterstützen, ist der Huawei P8 auf 802.11 b/g/n beschränkt und nützt nur das 2,4 GHz-Band. Hier hat der chinesische Hersteller deutlich nachgebessert und sich dem Standard der anderen Geräte angepasst.   

 

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