LTE: Was bedeutet das eigentlich? Wofür steht die Abkürzung?

Mit LTE erreichen Sie auch unterwegs Geschwindigkeiten wie zu Hause per DSL. Immer mehr Endgeräte sind mittlerweile LTE-fähig. War Anfang 2012 gerade mal ein LTE-Handy erhältlich, ist es inzwischen eine ganze Handvoll.

Auch Tablet-PCs sind immer öfter mit LTE ausgestattet. Allerdings muss man beim Kauf darauf achten. Welche LTE-Frequenz unterstützt wird, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

 

Immer mehr Smartphones mit einem LTE-Modem

Alexander Spier vom Computer-Magazin „C´t“ prognostiziert eine steigende Anzahl von LTE-Smartphones. Bei den Oberklasse- und Mittelklasse-Geräten wird die 4G-Technologie ein Muss sein. Ob auch die Smartphones aus dem günstigen Preissegment über LTE verfügen werden, muss noch abgewartet werden.

 

LTE wird derzeit nur als mobiler Datendienst verwendet. Ein LTE-Smartphone greift bei einem Telefonat auf ein GSM- oder UMTS-Netz zurück. Laut Bruno Jacobfeuerborn von der Telekom wird Telefonieren mit LTE Ende 2014 realisiert werden. Dann ist der Fallback auf 2G oder 3G nicht mehr notwendig.

 

Long-Term-Evolution-Datenraten bis 100 Mbit/s

Mit LTE sind Download-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. Zumindest in der Theorie. In der Praxis kommen beim Kunden etwa 20 bis 30 Mbit/s an, das ist immer noch deutlich mehr als in Standard-UMTS-Netzen, die in der Praxis bis zu 10 Mbit/s bieten. Die Abweichung zwischen maximal möglicher Datenrate und tatsächlicher Geschwindigkeit liegt daran, dass sich alle Teilnehmer einer Funkzelle die zur Verfügung stehende Übertragungsrate teilen müssen. Jeder erhält also nur ein Stück des Kuchens. Außerdem sind Faktoren wie die Entfernung vom LTE-Sender und der Standort, zum Beispiel innerhalb eines Gebäudes, für die LTE-Surfgeschwindigkeiten von Bedeutung.

 

In Deutschland werden drei Frequenzen für Long Term Evolution genutzt: Auf dem Land die Frequenz 800 Megahertz (MHz), die große Reichweiten bietet, jedoch nur Datenraten bis zu 50 Mbit/s. In den Städten nutzen Vodafone und O2 ebenfalls LTE 800, während die Telekom auf die Frequenz 1.800 MHz setzt, die Datenraten bis 100 Mbit/s bietet, jedoch eine geringere Reichweite hat.

 

4G-Frequenzen beachten

In sogenannten Hotspots, das sind besonders stark frequentierte Orte, etwa Flughäfen, Bahnhöfe oder Messen, wollen sowohl die Telekom als auch Vodafone die noch leistungsfähigere LTE-Frequenz 2.600 MHz einsetzen. Deren Reichweite ist allerdings noch geringer, so dass der LTE-Netzaufbau entsprechend teuer ist. Wegen der Vielzahl verwendeter LTE-Frequenzen muss beim Kauf eines LTE-Gerätes unbedingt auf die unterstützten Frequenzen geachtet werden. Während Smartphones wie das Samsung Galaxy S3 alle deutschen Frequenzen unterstützen, nutzen das iPhone 5 sowie das iPad 4 und das iPad mini nur auf der Frequenz 1.800 MHz.

 

Autor: SN

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